Vom Samenkorn bis zum blühenden Straßenrand: ein wunderschöner Prozess
In Apeldoorn wachsen bis zu 120 verschiedene Blumenarten. Diese ziehen Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an, während Vögel sich an der Fülle an Nahrung erfreuen. Die Natur freut sich über diese Vielfalt, und es ist auch eine Augenweide.
Erik Gorter beschäftigt sich bereits seit 2015 mit der Flora in Apeldoorn. Er und seine Kollegen ernten jährlich 50 bis 60 Kilogramm Samen von den Blumen am Straßenrand. “Jede Art muss zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden, was viel Fachwissen erfordert. Es ist wunderbar, schließlich das Ergebnis der eigenen Arbeit zu sehen!” Die Samen werden getrocknet, gesiebt und gelagert und später in neuen Mischungen verwendet, die an verschiedene Standorte und Wachstumsbedingungen in Apeldoorn angepasst sind. Dadurch ist jeder Blumenstreifen einzigartig. “Standorte, die besonders ins Auge fallen, erhalten alle paar Jahre einen Schub durch unsere eigenen Mischungen. So bleibt unsere Gemeinde farbenfroh und blühend, ohne dass dies auf Kosten der Sicherheit und der Übersichtlichkeit auf den Straßen geht.”
Eine gute Balance zwischen Nützlichkeit, Ästhetik und Sicherheit
An manchen Stellen kann Mutter Natur einen Teil der Arbeit übernehmen. Samen im Boden sorgen dafür, dass Blumen von selbst wachsen. Auch wenn das wunderschön ist, muss manchmal aus Sicherheitsgründen eingegriffen werden. “Natürlich mähen wir auch dort, wo wir der Natur freien Lauf lassen. Die Ränder und Sichtbereiche mähen wir aus Gründen der Verkehrssicherheit. Den größten Teil mähen wir erst im Herbst.”
Dazu gibt es regelmäßig Fragen, da es manchmal etwas wild aussieht. Wo immer möglich, wird die Vegetation stehen gelassen, auch wenn sie bereits verblüht ist. “Die verblühten Blumen und Pflanzen bieten vielen Tieren und Insekten Nahrung und Unterschlupf. Das ist sehr wichtig und trägt zu einem gesunden Boden und einem Lebensraum für bestimmte Pflanzenarten bei.”