Gras in park Zuidbroek
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Mähen von Rasenflächen und Straßenrändern

Indem wir anders mähen, sorgen wir dafür, dass Vögel, Insekten und andere Tiere einen Ort haben, an dem sie Schutz finden, sich bewegen, sich fortpflanzen und Nahrung sammeln können. Das ist gut für die Natur, für Insekten und letztendlich auch für den Menschen.

Um der Natur mehr Raum zu geben und die Austrocknung des Bodens einzudämmen, mäht die Gemeinde nun anders. An vielen Stellen sehen Sie mehr Farben als früher. Wo es möglich ist, lassen wir das Gras länger wachsen. So entsteht Raum für Kräuter und Insekten. Dieses Gras mähen wir je nach Standort 1 bis 2 Mal pro Jahr oder 4 bis 8 Mal pro Jahr. Dies bezeichnen wir als ökologische Mähbewirtschaftung.

Als Gemeinde haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 75% unserer Flächen ökologisch zu bewirtschaften. Dabei spielt die Mähbewirtschaftung eine wichtige Rolle.

Wir setzen uns für Tiere und Insekten ein

Leider geht es der Natur sehr schlecht. In den letzten Jahren beobachten wir beispielsweise, dass es immer weniger Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen gibt. Diese Arten sind für die Bestäubung von Pflanzen und Bäumen notwendig. Wir brauchen Insekten also für unsere eigene Ernährung. Außerdem sind die Insekten selbst eine wichtige Nahrungsquelle für unsere Vögel.

Um den Insekten zu helfen, sorgen wir für mehr Blumen und damit für Nahrung. Außerdem lassen wir an einigen Stellen im Herbst und Winter blumen- und kräuterreiches Gras stehen. Viele Arten überwintern nämlich darin oder legen Eier ab, die im Frühjahr schlüpfen. Auch andere Tiere nutzen diese Verstecke gerne, beispielsweise Hasen. Außerdem fressen Vögel gerne die Samen.

Weniger zu mähen ist auch gut für uns

Eine hohe Artenvielfalt (viele verschiedene Arten) bedeutet für uns eine gesunde Lebensumgebung. Eine geringere Artenvielfalt hat auch Folgen für uns Menschen. Dabei geht es nicht nur um eine rückläufige Nahrungsmittelproduktion, sondern auch um vermehrte Belästigungen durch bestimmte Arten, wie beispielsweise den Eichenprozessionsspinner. Ein natürliches Gleichgewicht (ein gesundes Ökosystem) zwischen den Arten sorgt nämlich dafür, dass wir Schädlinge und Krankheiten in Schach halten können.

Zudem ist selteneres Mähen gut für einen gesunden Boden, und wir können die Folgen des Klimawandels besser abfedern. In heißen Perioden profitieren wir also davon. Der Boden trocknet weniger schnell aus, wodurch die Pflanzen gesund bleiben und unser knappes Wasser gar nicht oder nur in geringerem Maße zum Gießen benötigt wird. Auch starke Regenfälle können von einem gesunden Boden besser aufgenommen werden.

Unsere Mähstrategie ist in vier ‘ökologische Stufen’ unterteilt. Je höher die Stufe, desto größer ist der Nutzen des Grases für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Auf diesem Bild sehen Sie den Unterschied zwischen den Stufen sowie, wie oft und wann wir den Rasen mähen.

*Übersicht über die vier ökologischen Stufen unserer Mähpolitik.

Raum für mehr Abwechslung

Neu im Straßenbild von Apeldoorn (seit 2025) ist Gras der ökologischen Stufe 2. Diese Stufe wurde in unsere Mähstrategie aufgenommen, um für mehr Vielfalt zu sorgen. Wir wenden dies an Orten an, an denen die Stufe 3 oder 4 nicht geeignet ist, an denen wir aber mehr Platz für Blumen und Kräuter schaffen möchten als auf einem herkömmlichen Rasen.

Diese Flächen mähen wir seltener (4–8 Mal statt 20–25 Mal pro Jahr). Da wir mit schweren Maschinen seltener über den Boden fahren, bleibt der Boden gesünder und diese Flächen werden für Insekten attraktiver. Und das ist letztendlich auch eine gute Nachricht für den Menschen!

Een voorbeeld van gras in ecologische trede 2. Er is meer ruimte voor bloemen. Ook maaien we niet tot aan de boomstam.
Ein Beispiel für Rasen in ökologischer Stufe 2. Hier ist mehr Platz für Blumen. Außerdem mähen wir nicht bis zum Baumstamm.
Bloemen
Weniger mähen bedeutet mehr Blumen und damit einen attraktiven Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

Blumenreiche Felder mähen wir ein- oder zweimal im Jahr

Im Jahr 2021 haben wir damit begonnen, weniger zu mähen, wodurch blumen- und kräuterreiche Felder und Straßenränder entstehen. Diese Stellen werden deutlich farbenfroher und höher. Wo nötig, säen wir zusätzlich einheimisches Saatgut aus, das wir im Jahr zuvor selbst geerntet haben. Oft ist dies jedoch gar nicht nötig, da bereits alle möglichen Samen im Boden vorhanden sind.

Wenn diese Pflanzen verblüht sind, lassen wir sie teilweise stehen. Auf diese Weise sorgen die Samen auf natürliche Weise dafür, dass die Felder im nächsten Jahr wieder schön sind. Außerdem ist dies wichtig für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Selbstverständlich sorgen wir dafür, dass Randstreifen und Sichtbereiche gemäht werden, damit die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird.

Nach dem Mähen lassen wir das gemähte Gras bewusst ein paar Tage liegen. Auf diese Weise haben Insekten die Möglichkeit, einen neuen Lebensraum zu finden, und Samen können in den Boden gelangen.

Das gemähte Gras wird anschließend jedoch entfernt, damit die Nährstoffe nicht in den Boden gelangen. Das würde nämlich dazu führen, dass nur das Gras viel stärker wächst, statt der Blumenarten.

Wilde bermen langs de kant van de weg.
Wildwachsende Straßenränder.

Überlassen Sie das Mähen der Straßenränder der Gemeinde

Uns ist aufgefallen, dass einige Einwohner die Straßenränder der Gemeinde selbst mähen. Wir verstehen, dass dies oft in guter Absicht geschieht. Dennoch möchten wir Sie bitten, damit aufzuhören und stattdessen sich mit uns in Verbindung zu setzen.

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