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Junges Kulturerbe (1970–1990)

Apeldoorn ist für sein Kulturerbe bekannt. Viele Menschen kennen den Palast ‘Het Loo’ und das Sendergebäude von Radio Kootwijk; doch es gibt noch viel mehr. Man denke beispielsweise an das ehemalige Büro von Centraal Beheer oder das Rathaus. Ikonische Gebäude, die aus Apeldoorn nicht mehr wegzudenken sind. Beide Gebäude markieren den Anfang und das Ende der Zeit von 1970 bis 1990. In dieser Zeit, die auch als „Post 70“ bezeichnet wird, entstand das junge Kulturerbe von Apeldoorn.

Hochwertige Architektur

In Apeldoorn werden wir im Jahr 2024 Gebäude oder Gebäudegruppen unter Denkmalschutz stellen, die die Geschichte des Zeitraums 1970–1990 am besten widerspiegeln. Wer mit dem Zug anreist, einen Spaziergang durch die Innenstadt macht oder quer durch die Stadt fährt, sieht es sofort: In den Jahren 1970–1990 wurde in Apeldoorn kräftig gebaut. Es war die Zeit, in der die Stadt um 75.000 Einwohner wachsen durfte. Um all diesen neuen Menschen ein Zuhause zu bieten, wurde die Stadt unter anderem um Zevenhuizen und De Maten erweitert. De Maten entwickelte sich zu einem der größten Stadtteile der Niederlande: Um 1990 lebten hier bereits über 30.000 Apeldoorn-Bewohner.

Es ging nicht nur um eine Erweiterung: In der Stadt wurde auch mehr neu gebaut, insbesondere im Zentrum, wo in den 1960er Jahren ein massiver Abriss stattgefunden hatte. Gut ein Jahrzehnt später haben diese neuen Projekte das Stadtzentrum wieder zu einem einladenden Ort gemacht, wie beispielsweise das ehemalige Mantelhaus Buining, in dem sich heute Wohnungen und Geschäfte befinden.

Die Untersuchung zum Post-70-Erbe zeigt, dass die Architektur aus dieser Zeit in Apeldoorn von hoher Qualität ist. Insbesondere im Bereich des Bürobaus weist die Stadt herausragende Beispiele auf, wie beispielsweise das ‘Bürogebäude De Heeze’ am Christiaan Geurtsweg des Architekten Tido Wiarda, der mehrere bemerkenswerte Gebäude in Apeldoorn entworfen hat. Auch in den Stadtvierteln findet man wertvolle Wohnbauprojekte wie die ‘Versprongen-Häuser’ in De Maten und die Wohnsiedlung ‘De Zeis-De Haarhamer’ in De Heeze.

Von der Bestandsaufnahme zur Festlegung

Im Jahr 2021 haben wir mit einer Bestandsaufnahme der Architektur, des Städtebaus und der Landschaftsarchitektur aus dem Zeitraum 1970–1990 begonnen. Die Stadtverwaltung wollte wissen, welche Gebäude, Stadtteile, öffentlichen Räume und Grünflächen die Geschichte Apeldoorns aus dieser Zeit am besten erzählen. Damit wollen wir verhindern, dass wertvolles junges Kulturerbe abgerissen oder grundlegend umgebaut wird. Auf diese Weise können wir die Identität von Apeldoorn bewahren und dafür sorgen, dass die Stadt erkennbar bleibt. Die Einwohner von Apeldoorn haben mitgedacht, welche Gebäude zur ‘Sammlung Apeldoorn’ gehören.

Die Untersuchung zum jungen Kulturerbe hat zu dem Bericht ‘Apeldoorn Post70’ geführt. Dieser Bericht erzählt die Geschichte von Apeldoorn zwischen 1970 und 1990 und zeigt, welche Gebäude und Gebäudegruppen für die Longlist und die Shortlist ausgewählt wurden. Die Objekte auf der Shortlist wurden anschließend hinsichtlich ihrer kulturhistorischen Werte genauer untersucht.

Acht Gebäude oder Gebäudegruppen wurden im Jahr 2024 als kommunales Denkmal und zwei als kommunales prägendes Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Darüber hinaus wurden fünf Wohnungstypen in sieben Wohnvierteln als kommunales geschütztes Stadt- oder Dorfbild unter Denkmalschutz gestellt. Die Beschreibungen der geschützten Stadt- und Dorfbilder können Sie unter Downloads.

Bürogebäude am Christiaan-Geurts-Weg
Terrassenwohnungen „Klokkengietershoeve de Maten“
Wohnanlage Paslaan
Wohnviertel „De Wiekelaar“ in Loenen

Kommunale Denkmäler

Durch die Ausweisung eines Gebäudes als Denkmal werden einschneidende Veränderungen oder ein Abriss verhindert. Wenn Sie ein kommunales Denkmal umbauen möchten, benötigen Sie in der Regel eine Umweltgenehmigung.

Prägende Gebäude

Wir legen großen Wert darauf, das ursprüngliche Erscheinungsbild dieser Gebäude oder Gebäudegruppen so weit wie möglich zu erhalten. Wenn Sie ein prägendes Gebäude abreißen möchten, benötigen Sie eine Umweltgenehmigung.

Geschützte Stadt- und Dorfansichten

Geschützte Stadt- und Dorfbilder sind aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte etwas Besonderes und äußerst wertvoll. Dies spiegelt sich oft in der Gestaltung des Gebiets, der Bebauung, den Straßen und den Grünflächen wider. Die Gemeinde Apeldoorn verfügt über drei staatlich geschützte Stadtbilder: De Parken, Hoog Soeren und Radio Kootwijk sowie drei kommunal geschützte Stadt- und Dorfbilder: das Indische Viertel, das Metaalbuurt und Wiesel. Dazu kamen im Jahr 2024 fünf weitere geschützte Stadtbilder, sodass es nun insgesamt sieben sind, darunter die „Versprongen“-Häuser in De Maten und das Wohnviertel De Wiekelaar in Loenen. Auch Wiederaufbaugebiet Kerschoten wurde im Jahr 2024 zum denkmalgeschützten Stadtbild erklärt. Wenn Sie ein Gebäude oder ein Bauwerk in einem denkmalgeschützten Stadtbild abreißen möchten, benötigen Sie eine Umweltgenehmigung.

Umweltplan

In den kommenden Jahren werden wir als Gemeinde am Raumordnungsplan arbeiten. Für die Wohnviertel der Generation 70+ legen wir im Raumordnungsplan fest, wie wir beispielsweise mit Bauvorschriften, Grünflächen und öffentlichen Räumen umgehen.

Auf der Liste

Auf der Denkmalverzeichnis Hier sind alle unter Denkmalschutz stehenden nationalen und kommunalen Denkmäler, prägenden Gebäude, charakteristischen Gebäude sowie die unter Denkmalschutz stehenden Stadt- und Dorfansichten von Apeldoorn aufgeführt.

Downloads

Die „Post 70“-Liste

Diese Liste bietet einen Überblick über die Gebäude aus der Zeit nach 1970, die als kommunales Denkmal, prägendes Gebäude oder geschütztes Stadt- oder Dorfbild unter Denkmalschutz stehen.

Die „Post 70“-Liste ansehen

Laden Sie die Beschreibungen der Wohnviertel herunter, die als geschützte Stadt- oder Dorfbilder ausgewiesen sind:

Weiterlesen

Möchten Sie den Bericht ‘Apeldoorn Post70’ lesen? Dann können Sie ihn auf der Website von CODA.

Möchten Sie mehr erfahren, zum Beispiel über den Stadtteil De Maten und die dortigen besonderen Wohnbauten? Dann schauen Sie doch einmal auf der Website des Büros Barzilay+Ferwerda vom Architekten Marcel Barzilay und dem Stadtplaner Ruben Ferwerda.

Weitere Informationen zum Kulturerbe in Apeldoorn

Zuschuss

Ob Sie einen Zuschuss erhalten können, erfahren Sie auf unserer Webseite über Fördermittel für Denkmäler.

Renovieren

Wenn Sie ein denkmalgeschütztes Gebäude umbauen möchten, besuchen Sie unsere Webseite über eine Umgebungsgenehmigung für Denkmäler.

Ausweisung als Denkmal

Wie die Ausweisung von Denkmälern abläuft, erfahren Sie in der Denkmalschutzverordnung 2023 auf der Website der amtlichen Bekanntmachungen.

Umweltlizenz

Weitere Informationen zur Umweltgenehmigung finden Sie auf unserer Webseite mit häufig gestellten Fragen zur Umweltgenehmigung.

Weitere Informationen

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?
E-Mail: post70@apeldoorn.nl

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