Die globale Erwärmung führt zu Klimaveränderungen, mit mehr Trockenperioden und heftigen Regenfällen. Auch in unserer Gemeinde spüren wir das bereits. Wir können diese Klimaveränderungen verlangsamen, indem wir unsere CO₂-Emissionen senken.
Die globale Erwärmung führt zu Klimaveränderungen, mit mehr Trockenperioden und heftigen Regenfällen. Auch in unserer Gemeinde spüren wir das bereits. Wir können diese Klimaveränderungen verlangsamen, indem wir unsere CO₂-Emissionen senken.
Unser Ziel ist es, bis 2050 den gesamten Energiebedarf von Apeldoorn vor Ort zu decken. Das heißt: energieneutral. Deshalb werden wir so viel Energie wie möglich einsparen und erneuerbare Energie erzeugen. Außerdem werden wir Wohnungen und Gebäude auf andere Weise beheizen und elektrisch kochen.
Derzeit werden viele Wohnungen und Gebäude noch mit Erdgas beheizt. Dabei handelt es sich um einen fossilen Brennstoff, bei dessen Verbrennung CO₂ freigesetzt wird und dessen Vorräte irgendwann zur Neige gehen können. Der Umstieg auf nachhaltige Wärme – die Wärmetransition – ist daher notwendig und wichtig. Ein Schritt in diese Richtung ist die Schaffung einer Wärmewende-Konzept. Das tun alle Gemeinden in den Niederlanden.
Die Wärmewende-Konzept (PDF, 5 MB) beschreibt, wie wir den Übergang – die ‘Transition’ – zu nachhaltiger Wärmeversorgung im Großen und Ganzen sehen. Dieses Dokument wurde gemeinsam mit Partnern (de Woonmensen, Ons Huis, De Goede Woning, Mooiland, Veluwonen, Liander, deA) und den Einwohnern erarbeitet. Wir skizzieren darin im Überblick den Weg bis zum Jahr 2050. Und wir beschreiben bereits konkret, wie wir in den ersten 10 Jahren vorgehen werden. Es ist eine große Aufgabe, die aber auch Chancen bietet. Zum Beispiel die Chance auf zusätzliche Arbeitsplätze, Innovationen und Ausbildungsmöglichkeiten. Es ist eine Chance, das Wohnen und Arbeiten in unseren Stadtvierteln angenehmer und komfortabler zu gestalten. Wir haben viel Arbeit vor uns.
Apeldoorn zählt 72.000 Wohnungen und 9.200 Gebäude. Einige Stadtteile werden bereits nachhaltig beheizt, wie beispielsweise Zuidbroek und Groot Zonnehoeve. Die meisten also noch nicht. Glücklicherweise stellen wir fest, dass der Wärmebedarf – also die Energiemenge, die für diese Gebäude benötigt wird – in den letzten Jahren gesunken ist. Das liegt daran, dass wir Wohnungen immer besser dämmen. Die Dämmung ist daher ein wichtiger Bestandteil unseres Aktionsplans.
Wir werden für jedes Stadtviertel mögliche Lösungen prüfen. Mal handelt es sich dabei um eine Lösung für eine einzelne Wohnung, wie beispielsweise eine Wärmepumpe. Mal ist es eine Lösung für das gesamte Stadtviertel, zum Beispiel ein Fernwärmenetz. Für Neubauten treffen wir gesonderte Vereinbarungen.
Je besser eine Wohnung gedämmt ist, desto weniger Energie wird benötigt. Deshalb konzentrieren wir uns zunächst aktiv auf diesen Ansatz. Auch die Belüftung spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir unterstützen Bewohner und Gebäudeeigentümer mit Tipps, Ratschlägen und geeigneten finanziellen Maßnahmen, um ihre Wohnungen zu dämmen oder bereits jetzt beim Erdgasverbrauch Einsparungen zu erzielen.
Gemeinsam mit der Nachbarschaft erstellen wir einen Plan für die Umstellung auf nachhaltige Wärme. Alle Stadtteile sind in vier Zeitabschnitte zwischen heute und 2050 unterteilt. Zunächst sind jene Stadtteile an der Reihe, für die wir bereits gute Lösungen haben. Dies ist Zeitabschnitt 1, hier beginnen wir mit den Stadtteilen der Zukunft. In den anderen Zeitabschnitten folgen Stadtteile, für die es derzeit noch keine Lösung gibt.
Nachhaltige Wärmetechnik ist derzeit noch sehr teuer. Die Möglichkeiten entwickeln sich ständig weiter. Deshalb beteiligen wir uns aktiv an Forschung und Innovation. Für Unternehmen in Apeldoorn bieten sich hier vielversprechende Chancen.
Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umstellung auf nachhaltige Wärme liegt darin, dass wir dies gemeinsam angehen. Einwohner, Gemeinde, Unternehmer und Organisationen: Jeder kann seinen Beitrag leisten. Gemeinsam können wir herausfinden, welche Wege am besten geeignet sind. Und gemeinsam machen wir uns an die Arbeit.
Die Gemeinde behält dabei den Überblick. Anwohner und Unternehmen können mitdenken, mitentscheiden und mitwirken. Wohnungsbaugesellschaften und der Netzbetreiber arbeiten intensiv an der Konzeption und Umsetzung des Vorhabens mit. Und die Energiegenossenschaft deA ist aktiv als Impulsgeber und Berater beteiligt.
Sie können die Wärmewende-Konzept (PDF, 5 MB) digitales Lesen.
Im Jahr 2027 wird die „Transitievisie Warmte“ durch die Wärmeprogramm. Im Rahmen des Wärmeprogramms reagieren wir auf neue Entwicklungen und Erfahrungen.