Historischer Tag

Science-Fiction-Tag (2. Januar). Tag der Hoffnung (17. Februar). Tag der Batterie (18. Februar). Internationaler Tag der Menschenrechte (10. Dezember). Welt-Autismus-Tag (2. April). An fast jedem Tag des Jahres wird weltweit etwas gedacht oder gefeiert. Das eine ist weiter verbreitet, ernster oder notwendiger als das andere. Für jeden ist etwas dabei.

Ein Tag mit historischer Bedeutung und nach wie vor großer Relevanz ist der 8. März, der Internationale Frauentag. Der Ursprung liegt im Jahr 1908, als New Yorker Textilarbeiterinnen einen großen Streik organisierten. Sie forderten gleiche Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und ein Ende der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz.

Man könnte meinen und hoffen, dass all das gut 100 Jahre später bereits Realität ist. Dass wir in einer Zeit, in der wir um die Welt fliegen, drahtlos miteinander kommunizieren, Pest, Typhus und Diphtherie unter Kontrolle haben und die Erforschung anderer Planeten vorantreiben;

dass in einer solchen Welt ein ‘altmodisches’ Problem wie die Unterdrückung und der Missbrauch von Frauen längst der Vergangenheit angehört.

Leider.

Es gibt nur wenige Frauen, die noch nie mit irgendeiner Form von Sexismus konfrontiert wurden. Von scheinbar harmlosen Vorfällen (eine Bemerkung, eine Berührung) bis hin zu regelrechter Gewalt (Belästigung, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung). Ihre Mutter, Ihre Schwester, Ihre Tochter: Wahrscheinlich können sie dazu aus eigener Erfahrung berichten.

Wenn sie das überhaupt tun. Denn viele Frauen schweigen darüber, schämen sich oder glauben, es liege an ihnen. Oder – noch schlimmer – haben sich daran gewöhnt.

Es gibt also noch viel zu verbessern.

Und das beginnt ganz in unserer Nähe. In jedem Haus. In jedem Büro. In jeder Straße. In den Medien. In der Politik. Auch in Apeldoorn.

Und deshalb ist es gut, dass der 8. März der Internationale Frauentag ist. Nach wie vor.

Ton Heerts

Ton Heerts. Foto: Robin Fotografie

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