Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle einen kurzen Beitrag über Resilienz und Widerstandsfähigkeit geschrieben. Über Zusammenhalt. Über den Umgang mit Katastrophen und Rückschlägen.
Da der Staat nicht alle Probleme lösen kann, startet in Kürze eine groß angelegte Aufklärungskampagne: „Denk vorausschauend“. Darüber, was Sie in Krisenzeiten selbst tun können. Wie Sie anderen helfen können. Wie Sie sich auf Situationen wie einen Stromausfall, eine Überschwemmung oder einen groß angelegten Cyberangriff auf den Bankverkehr vorbereiten können.
Natürlich kann man sich nicht auf alles vorbereiten.
Man kann sich zwar ausreichend Wasser besorgen, Telefonnummern notieren und etwas Bargeld im Haus bereithalten – um nur einige Beispiele zu nennen. Und als Bürgermeister ermutige ich Sie von ganzem Herzen, dies zu tun und auch miteinander darüber zu sprechen.
Aber ich weiß auch: Auf Dinge, die uns wirklich persönlich betreffen, wie zum Beispiel eine schwere Krankheit in unserem unmittelbaren Umfeld, können wir uns nicht vorbereiten. So etwas passiert einfach, und dann muss man es so gut es geht durchstehen. Mit Höhen und Tiefen, mal voller Hoffnung, mal voller Verzweiflung.
Aber immer mit der Unterstützung und Hilfe meiner lieben Familie, Nachbarn, Freunde und Kollegen. Ohne sie geht es nicht. Jeder, dem das schon einmal passiert ist, wird das nachempfinden können.
Das erlebe ich jetzt auch: die Herzlichkeit, die Unterstützung, die Hilfe, die sofort einsetzt, wenn etwas Schreckliches passiert.
Normalerweise belästige ich Sie nicht mit meinen persönlichen Sorgen. Da ich jedoch eine Zeit lang abwesend war, halte ich es in diesem Fall für angebracht, Ihnen davon zu berichten. Vor kurzem erlitt meine Frau eine schwere Hirnblutung. Unsere Welt wurde in ihren Grundfesten erschüttert und ist nicht mehr dieselbe. Wir wissen noch nicht, wie es weitergehen wird – schließlich kann niemand in die Zukunft blicken.
Was wir jedoch wissen: In schwierigen Zeiten sind die Menschen füreinander da. Und das tut unglaublich gut.
Ton Heerts
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