Verbesserung der Verkehrssicherheit entlang des Kanaal Zuid
Anfang 2022 hat das unabhängige Beratungsunternehmen Antea eine Untersuchung zur Verkehrslage auf dem Kanaal Zuid durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und eine entsprechende Anpassung der Straße für die sicherste Verkehrslage sorgen. Aus der Untersuchung von Antea geht zudem hervor, dass die Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzung Auswirkungen auf die Provinzstraße N786 hat. Gemeinsam mit der Provinz Gelderland und der Gemeinde Brummen hat die Gemeinde Apeldoorn daher verschiedene Verkehrs- und Lebensqualitätsfragen untersucht, um Lösungen zu finden.
Im Vorgriff auf den endgültigen Verkehrsbeschluss hat die Gemeinde Apeldoorn eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Verkehrssicherheit auf den Straßen kurzfristig verbessern sollen. So gilt seit Mitte Oktober 2022 ein vollständiges Überholverbot, und seit 2022 führt die Polizei Kontrollen zur Ahndung von Verkehrsverstößen durch.
Zusammenhang N786
Ein wichtiger Schwerpunkt im Bericht von Antea ist die Verlagerung eines Teils des Verkehrs auf die N786 (die Landstraße durch Loenen) die die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Kanaalroute mit sich bringt. Den Berechnungen zufolge steigt das Verkehrsaufkommen auf der N786 in Loenen um 10%. Eine Verkehrsentscheidung für „Kanaal Zuid“ kann daher nicht losgelöst von den Fragen der Lebensqualität und der Verkehrsplanung auf der N786 betrachtet werden.
Die Provinz Gelderland hat Ende 2021 mitgeteilt, dass sie aus finanziellen und raumplanerischen Gründen keine dauerhafte Lösung (Umgehungsstraße) für Loenen realisieren kann. Allerdings hat die Provinz Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität auf der N786 in Loenen zugesagt. Daraufhin haben die Gemeinden Apeldoorn und Brummen sowie die Provinz vereinbart, gemeinsam zu prüfen, wie die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität auf der N786 verbessert werden können. Die oben genannten Entwicklungen haben zur „Koersnota“ geführt.
Strategiepapier
Die Provinzregierung, der Gemeinderat von Apeldoorn und der Gemeinderat von Brummen haben im Jahr 2025 das ‘Strategiepapier zum Straßennetz Eerbeek-Loenen – Maßnahmen und Prioritäten’ verabschiedet. Darin ist die gemeinsame Vision der beteiligten Parteien zu den Fragen der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität im Gebiet Eerbeek-Loenen dargelegt. Dazu gehört auch ein Umsetzungsprogramm mit Maßnahmen.
Die wichtigsten im Plan vorgeschlagenen Maßnahmen sind:
- Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h entlang des Apeldoorns-Kanals und der Provinzstraße N786 zwischen der A50 und dem Ortsgebiet von Loenen;
- Die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h im Ortskern von Loenen (Beekbergerweg/Eerbeekseweg) und auf dem Hoofdweg in Loenen.
Die Maßnahmen, Erläuterungen und Auswirkungen finden Sie im Strategiepapier.
Alle Dokumente anzeigen
Weitere Informationen und die oben genannten Dokumente finden Sie auf der Projektseite der Provinz Gelderland.
Wie geht es nun weiter?
Die Gemeinde Apeldoorn, die Gemeinde Brummen und die Provinz arbeiten derzeit an den endgültigen Entwürfen für ihre jeweiligen kommunalen und provinzialen Straßen. Je nach Fortschritt der gesetzlichen Verfahren rechnen wir damit, im Jahr 2027 mit der Umsetzung des Projekts „Kanaal Zuid“ beginnen zu können. Anschließend wird die Straße entlang des Apeldoorns-Kanals auf dem Gebiet von Brummen in Angriff genommen.
Die N786 (A50 – Loenen und in Loenen) sowie die Hoofdweg sind für den Zeitraum 2028–2029 vorgesehen. Diese Planung steht unter dem Vorbehalt der Verfahren, die im Zusammenhang mit Stickstoff durchlaufen werden müssen.