Fragen und Antworten

Diese Trasse war nicht Teil des Untersuchungsumfangs der Variantenstudie. Im Vorfeld der Studie wurden alle denkbaren Varianten geprüft, darunter auch die Variante zur Nutzung der ehemaligen Busspur.

Die Strecke entlang der Ostseite des Kanals war früher eine normale Asphaltstraße. Im Jahr 2022 wurde die Straße nach einem intensiven Beteiligungsprozess mit den Anwohnern zu einem Stadtpark umgestaltet. Im Rahmen des Programms ‘Erlebe den Kanal’ hat die Provinz einen Zuschuss für die Anlage des Parks gewährt.

Der Gemeinderat hat während der politischen Marktveranstaltung am 6. Oktober 2022 die Entwicklung der Feuerwache erörtert. Auch der Plan, die Route über die Brücke zu wählen, wurde diskutiert. Der Stadtrat hat diese Linie anschließend bestätigt. Dies war ausschlaggebend dafür, die Trassenführung durch ein Wohngebiet weiter zu prüfen, anstatt einen Stadtpark zu opfern.

Eine Route über die Ostseite des Kanals würde bedeuten, dass:

  • Wir müssen den Park für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar machen, und zwischen den Baumreihen muss eine 4,5 m breite Asphaltbahn angelegt werden.
  • Der Halbbelag auf dem vorhandenen Unterbau muss entfernt und eine neue Asphaltschicht aufgebracht werden.
  • Die geschätzten Kosten hierfür belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro – ausgehend von einer Neugestaltung vom Matenpoort bis zur Laan van Kuipershof, einschließlich der Anschlüsse. Diese Kosten liegen unter den veranschlagten Kosten für die derzeitige bevorzugte Trasse auf der Westseite des Kanaal Zuid.
  • Eine Brücke in der Mitte des Parks auf Höhe der Savornin-Lohmanstraße stößt auf technische Schwierigkeiten. Ein großer Überlauf des Wasserverbands steht im Weg, und die derzeitige Fahrradbrücke liegt weiter entfernt als die Savornin-Lohmanstraße. Außerdem müssten wir dort eine Brücke für Feuerwehrfahrzeuge bauen und einen Bahnübergang anpassen. Dies würde zu höheren Kosten führen.
  • Die Strecke wird durch einen Park statt durch eine Wohnstraße verlaufen. In einem Park ist ein Feuerwehrauto ein fremder Blickfang, in einer Wohnstraße herrscht zudem sonstiger (Auto-)Verkehr.
  • Die Anwohner auf der Westseite des Kanals haben Einwände gegen eine Trasse entlang der Westseite des Kanals; die Anwohner auf der Ostseite des Kanals werden möglicherweise ähnliche Einwände gegen die Trasse entlang der Ostseite des Kanals haben. Allerdings liegen die Häuser am Kanaal Zuid näher an der Straße als die Häuser in den Maten. Dort handelt es sich zudem um die Rückseiten der Häuser.
  • Die Anfahrzeit der Route entlang der Ostseite ist 24 Sekunden länger als die der bevorzugten Variante entlang der Westseite des Kanals.

Eine der Rückmeldungen zur Variantenstudie – und zu den vorangegangenen Dokumenten – bezog sich auf die Entscheidung für einen zentralen Standort. Es wurde geltend gemacht, dass diese auf einer Studie aus dem Jahr 2011 beruhe, die nicht mehr aktuell sei. Allerdings wurde die Studie im Jahr 2020 aktualisiert, und dabei zeigte sich, dass die Schlussfolgerungen der Studie aus dem Jahr 2011 nach wie vor gültig sind.

Ein Anwohner hat uns mitgeteilt, dass mehrere Kreuzungen bei der Bewertung der Trassenführung entlang des Kanaal Zuid in der Variantenstudie nicht berücksichtigt worden seien. Daraufhin haben wir den Bericht erneut geprüft und die Trassenführung erneut bewertet.

Daraus ging hervor, dass tatsächlich eine Kreuzung nicht in die Bewertung einbezogen worden war: Broedplaats. Daraufhin wurde eine neue Bewertung vorgenommen, bei der diese Kreuzung nun berücksichtigt wurde. Dadurch verschiebt sich ein Teilaspekt der Bewertung von „grün“ auf „gelb“. Die Schlussfolgerung des Berichts, mit einer bevorzugten Route von der Kaserne am Matenpoort in südwestlicher Richtung über den Kanaal Zuid, bleibt unverändert.

Aangepaste tabel in de variantenstudie van Movares
Angepasste Tabelle in der Variantenstudie von Movares.

In einer Stellungnahme zur Variantenstudie hat der Einreicher eine Reihe von Kriterien anders bewertet als Movares. Der Einreicher bewertet den Straßenabschnitt „Kanaal Zuid“ negativer als im Bericht von Movares. Movares ist ein unabhängiges Beratungsunternehmen mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Raumplanung sowie Schienen- und Straßenplanung. Wir stehen daher hinter dieser Bewertung.

Die Feuerwehr nutzt diese Route bei einem sogenannten „Prio 1“-Einsatz. Das ist ein Einsatz, bei dem jede Sekunde zählt. Ein Prio-1-Einsatz besteht manchmal aus mehreren Fahrzeugen, zwischen denen zeitliche Abstände bestehen können. Nur das erste Feuerwehrfahrzeug nutzt dann die Brücke über den Kanal. Auf dem Rückweg zur Wache fahren die Fahrzeuge ganz normal über die Straße und nutzen die Brücke nicht.