Diese Maßnahmen können Sie gegen Überschwemmungen ergreifen

Die zehn regenreichsten Monate seit 1960 lagen daher alle nach 1997. Der regenreichste Monat war der August 2006. Damals fielen fast 5.400 mm Niederschlag. Das ist 67-mal mehr als im August normalerweise fällt! Der regenreichste Tag war der 26. August 2010. Damals fielen 895 mm Regen an einem einzigen Tag. Das ist mehr als der durchschnittliche Jahresniederschlag. Starke Regenfälle können in einer Stadt wie Apeldoorn allerlei Probleme verursachen. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Überschwemmungen zu verhindern.

Wasserdach

Ein Wasser- oder Retentionsdach ist ein Gründach, bei dem sich unter der Substratschicht eine zusätzliche Schicht befindet, um Regenwasser zu speichern. Auf einem Retentionsdach wird das Regenwasser während eines Regenschauers gespeichert. Das Wasser verbleibt unter der bepflanzten Schicht. Auf diese Weise trägt ein Retentionsdach zur Regenwasserspeicherung in der Stadt bei.

Das Rückhaltedach verfügt über einen Abfluss und entleert sich in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Auf diese Weise wird der Spitzenabfluss von Dachwasser in die Kanalisation verringert. Ein Rückhaltedach ist mit einem Überlauf für stärkere Regengüsse ausgestattet. Es ist auch möglich, Rückhaltedächer und Polderdächer ohne Begrünung anzulegen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten ‘Wasserdach’. Retentionsdächer sind in der Regel schwer. Bei der Anwendung eines Retentionsdachs in Bestands- und Neubauten muss daher von Fall zu Fall geprüft werden, ob zusätzliche bauliche Maßnahmen erforderlich sind.

Das Polderdach

Das Polderdach ist ein Rückhaltedach, das mit einem Steuerungssystem ausgestattet ist, das an die Wettervorhersage gekoppelt ist. Es leitet das Regenwasser ab, kurz bevor ein Regenschauer vorhergesagt wird, sodass das Rückhaltedach so lange wie möglich gefüllt bleibt. In Amsterdam wurde ein Prototyp des Polderdachs realisiert. Dieses Dach verfügt über eine dynamische Steuerung, die den Vorteil hat, dass das Wasser länger auf dem Dach verbleiben und somit zum Bewässern, zur Versickerung und zur Kühlung genutzt werden kann. Durch die dynamische Steuerung kann das Dach bei vorhergesagtem Frost auch entleert werden.

Regenwasserteich

Regenwasserteiche sammeln Regenwasser vorübergehend und leiten es langsam ab. Durch die Anlage eines Regenwasserteichs in Ihrem Garten oder Ihrer Nachbarschaft beugen Sie Überschwemmungen vor.

Teich im Garten

Je nach gewünschter Funktion des Teiches und der Bodenbeschaffenheit sind verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten denkbar. Natürliche Teiche können größere Wasserstandsschwankungen ausgleichen. Bei einer Tiefe von 1,5 Metern bleibt die Erwärmung des Wassers begrenzt, wodurch die Wasserqualität erhalten bleibt. Falls gewünscht, ist diese Tiefe auch ausreichend für das Überleben von Fischen, da der untere Teil des Teiches im Winter nicht so schnell zufriert. Indem die Ufer des Teiches so flach wie möglich gestaltet werden, können Tiere (wie Frösche) leichter aus dem Teich kriechen. Außerdem ist es für Kinder sicherer. Außerdem können so mehr verschiedene Pflanzenarten im und um den Teich herum wachsen. Nicht alle Teichpflanzen gedeihen gut in Regenwasser. Es kann daher eine gute Idee sein, zunächst zu beobachten, welche Pflanzen von Natur aus im und um den Teich herum wachsen. So entsteht ein natürliches Gleichgewicht.

Grundwasserprobleme

Erfahren Sie, was Sie tun können, wenn sich Grundwasser in Ihrem Kriechkeller oder Keller befindet.

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Pflanze einen Baum

In städtischen Gebieten mit hohem Versiegelungsgrad kann das Regenwasser nur schlecht in den Boden versickern. Durch die Zunahme von Starkregenereignissen kommt es häufiger zu einer Überlastung der Kanalisation. Daher ist es wichtig, – insbesondere in städtischen Gebieten – viel Grünfläche zu integrieren. Vor allem Bäume nehmen durch ihr großes Wurzelsystem viel Wasser auf. Eine Rotbuche nimmt beispielsweise pro Jahr bis zu 27.000 Liter Wasser auf! Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von überfluteten Straßen und einer überlasteten Kanalisation erheblich.

Entkalken und begrünen

Wenn 10% der Gartenfläche in einer Gemeinde entfliesen wird, fließen jährlich 85 Millionen Liter weniger Wasser durch die Kanalisation! Beschränken Sie die befestigte Fläche möglichst auf maximal 20%. Wenn Sie Pflastersteine durch Rasen oder Bepflanzung ersetzen möchten, ist es wichtig, dass der Boden gut gepflegt wird. Unter Pflastersteinen befindet sich oft Sand, der für Pflanzen kein nährstoffreicher Boden ist. Daher ist es wichtig, den Boden beispielsweise mit gedüngtem Gartenkompost anzureichern. An Stellen, an denen Sie keine Pflanzen wünschen, können Sie sich für Kies, Holzspäne oder Muscheln entscheiden. Diese sind leicht begehbar, aber das Wasser läuft besser ab als bei Pflastersteinen. Für beispielsweise Parkplätze gibt es immer mehr schöne Alternativen wie die Rain(a)way-Fliesen.

An der Vorder- und Seitenfassade von Häusern ist es oft möglich, Fliesen zu entfernen und einen Fassadengarten anzulegen. Wir können Ihnen bei der Anlage helfen. Stellen Sie einen Antrag auf unserer Website. Darin beschreiben Sie, was Sie tun möchten und an welchem Ort Sie dies tun möchten. Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung und prüfen gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeiten.

Trennen Sie das Fallrohr ab

Wenn Sie Ihr Regenrohr abkoppeln, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die Kanalisation überläuft. Außerdem muss dann nicht das gesamte Wasser durch die Kläranlage geleitet werden, und der Grundwasserspiegel bleibt besser erhalten. Sie können Regenwasser in einer Regentonne oder einem Regenwasserbehälter auffangen, um es für Ihre Pflanzen zu nutzen oder beispielsweise zum Fensterputzen zu verwenden. Außerdem können Sie das Regenwasser über einen Graben oder eine Rinne in einen Regenwasserteich, ein Versickerungsfeld oder ein Wadi leiten. Sie können sogar unter einem Trampolin ein Wadi anlegen!

Was machen wir?

Uns ist es wichtig, dass Sie mithelfen, damit kein Regenwasser mehr in die Kanalisation gelangt. Deshalb unterstützen wir Sie gerne dabei. Für die Entkopplung können Sie einen Zuschuss erhalten. Den Zuschuss beantragen Sie über die Seite Zuschuss für die Entkopplung des Regenwassers. Dort erfahren Sie auch, welche Bedingungen gelten. Zum Beispiel, für welche Gebiete in Apeldoorn die Förderung gilt.

Legen Sie ein Gründach an

Gründächer fangen viel Regenwasser auf. Je nach Art des Gründachs werden 25 bis 160 Liter pro m² aufgefangen. Es gibt verschiedene Arten von Gründächern: Sedumdächer, Gras-/Kräuterdächer, begehbare Dachgärten und begrünte Schrägdächer. Die meisten Privatpersonen entscheiden sich für ein Sedumdach. Diese Pflanzen speichern viel Wasser, wodurch sie lange Trockenperioden überstehen können. Ein Sedumdach ist leicht und lässt sich fast immer auf bestehenden Flachdächern verlegen. Außerdem lassen sie sich relativ einfach selbst anlegen.

Erfahren Sie mehr über Gründächer

Sammeln Sie Wasser in einem Regenwassersystem

Durch das Auffangen von Regenwasser in einem Regenwassersystem können Sie Ihren Trinkwasserverbrauch um 40 bis 75% senken. Das Regenwasser fließt vom Dach über das Fallrohr durch einen Filter, der Blätter aus dem Wasser filtert. Das Regenwasser wird in einem Tank oder einer Tonne gespeichert. Es kann auch in einem Tank im Keller/in der Garage oder in einem unterirdischen Tank gespeichert werden. Im Tank sinken die Staubpartikel auf den Boden, und Insekten fließen über den Überlauf in die Kanalisation. Das verbleibende Wasser eignet sich beispielsweise für die Waschmaschine, zum Spülen der Toilette und zum Bewässern des Gartens. Es gibt sogar Systeme, bei denen das Wasser so gut gereinigt wird, dass Sie damit duschen können.