Okay!

Die Zeit vergeht wie im Flug.

Wenn ich mit Jugendlichen spreche, fällt mir manchmal auf, dass sie oft sehr schnell reden und Wörter verwenden, die ich nicht kenne. Während sie umgekehrt wahrscheinlich finden, dass meine Generation langsam ist und eine altmodische Sprache verwendet (was ich selbst natürlich überhaupt nicht finde……….). Was die eigene Generation tut und kennt, ist die Norm. Alles davor wirkt altmodisch, alles danach wirkt übertrieben und oberflächlich.

Die Kunst besteht natürlich darin, diese Trennung nicht zu streng vorzunehmen, sondern die Linie ein wenig weiterzuziehen. Das Gute vom Alten zu bewahren und das Gute vom Neuen anzunehmen. So sind alle zufrieden.

So etwas ging mir durch den Kopf, als ich letzte Woche bei der Wiedereröffnung von Stay Okay Apeldoorn dabei war. 1962 von Prinzessin Irene als Jugendherberge „De Grote Beer“ eröffnet. Und nun komplett renoviert und ganz auf die heutige Zeit angepasst. Dabei wurde jedoch die Atmosphäre bewahrt, die für solche Orte so charakteristisch ist: gastfreundlich, gemütlich, mit einer jungen und energiegeladenen Stimmung. Mit einem supertollen „Apenkamer“ (eine Anspielung auf den Apenheul, natürlich) und modernen Tiny Houses. Aber auch weiterhin mit Etagenbetten und einem gemeinsamen Speisesaal. Und der wunderschönen Veluwe als unveränderte Kulisse.

Das soll natürlich kein Werbespruch sein, aber viele Generationen sind mit dem Phänomen der Jugendherberge aufgewachsen. Und da macht es besonders viel Spaß zu sehen, dass sich dieses Konzept einfach mit der Zeit weiterentwickelt hat. Mit einem trendigeren Namen – Stay Okay –, aber mit derselben ‘Seele’.

Die Zeit rast nur so dahin, aber zum Glück gibt es ziemlich viele schöne Dinge, die einfach mit dem Tempo mithalten können.

Ton Heerts

Ton Heerts. Foto: Robin Fotografie

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