Ende September. Eigentlich sollten wir mittlerweile langsam an den Herbst denken. Die ersten Blätter fallen, die Abende werden kürzer und die Nächte kühler. Und doch zögern wir, wie jedes Jahr, ob dies nun wirklich der richtige Zeitpunkt ist, die Herbstkleidung wieder aus dem Schrank zu holen. Ich warte noch ein bisschen damit. Vielleicht werden wir ja noch ein paar herrliche Sommertage geschenkt, und die kann ich dann richtig genießen.
Gerade so gegen Ende des Sommers hat ein warmer Tag das gewisse Etwas. Der Terminkalender füllt sich wieder, die Schule hat begonnen, die Arbeit läuft wieder auf Hochtouren. Und doch kann man noch ganz einfach draußen sitzen, ohne Jacke oder Pullover. Auf einer Terrasse Platz nehmen. Eine kleine Radtour machen. Durch den Wald spazieren oder zu Hause noch einmal den Grill anzünden, bevor er wieder in den Schuppen kommt.
Letzten Samstag war der Tag der Nachbarn. Auch so ein Tag, an dem man merkt, wie schön es ist, sich draußen zu begegnen. Eine Tasse Kaffee auf der Straße, gemeinsam etwas organisieren, sich kurz mit den Nachbarn unterhalten. Oft sind es gerade die kleinen Begegnungen, die eine Nachbarschaft gemütlich und vertraut machen.
Vielleicht ist das ja das Schöne am Spätsommer. Man weiß, dass es nicht mehr lange dauert. Deshalb genießt man ihn vielleicht gerade deshalb noch bewusster. Einen langen Abend im Freien, einen unerwartet sonnigen Tag oder einfach nur ein gutes Gespräch auf der Straße.
In Apeldoorn haben wir dafür glücklicherweise reichlich Platz. In unserer Stadt und in den Dörfern, in den Parks und auf der Veluwe. Es gibt genug Orte, um noch ein wenig draußen zu sein und einen schönen Tag zu genießen. Solange es also noch geht, würde ich sagen: Lass deine Jacke noch ein bisschen am Kleiderhaken hängen, hol das Fahrrad aus dem Schuppen oder setz dich noch ein bisschen in die Sonne.
Der Herbst kommt von selbst, aber zuerst genießen wir noch ein bisschen den Spätsommer.
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