Regionale Zusammenarbeit

Die Gemeinden Apeldoorn, Brummen, Epe, Hattem, Heerde und Voorst arbeiten im Bereich der sozialen Betreuung und des betreuten Wohnens (MO/BW) intensiv zusammen. Die Vereinbarungen wurden im Februar 2023 in einer Vereinbarung festgehalten. Die Zusammenarbeit ist wichtig, da die Gemeinden in den kommenden Jahren vor der großen Herausforderung stehen, die Zahl der ‘klassischen’ Plätze im betreuten Wohnen abzubauen und mehr Zwischenformen im Stadtteil zu schaffen. Mit anderen Worten: mehr Möglichkeiten, ein ‘geschütztes Zuhause’ mit guter Betreuung zu schaffen. Pflege also in der Nähe der Bewohner.

Die Regierung möchte, dass möglichst viele Menschen in ihrem eigenen Zuhause betreutes Wohnen in Anspruch nehmen können, damit sie ihr soziales Netzwerk leichter aufrechterhalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dadurch werden auch weniger Einrichtungen für betreutes Wohnen benötigt. Die Möglichkeit, in einer Einrichtung betreutes Wohnen in Anspruch zu nehmen, bleibt jedoch für diejenigen bestehen, die diese Form benötigen. Die Gemeinden haben die Aufgabe, betreutes Wohnen allen anzubieten, die nicht in der Lage sind, selbstständig zu wohnen, beispielsweise aufgrund psychischer Probleme. In der Region Oost-Veluwe betrifft dies etwa 500 Menschen.

Mehr Gesundheitsversorgung vor Ort

Anja Prins, Beigeordnete für Pflege in Apeldoorn: “Unsere Einwohner haben ein Interesse an einer guten regionalen Zusammenarbeit, da die Gemeinden dadurch die Pflege und Unterstützung, die sie benötigen, besser gewährleisten können. Mehr Pflege vor Ort ist ein sehr schönes Ziel, das auch im Interesse unserer Einwohner liegt. Gleichzeitig stehen wir als Gesellschaft in den Niederlanden beispielsweise aufgrund der Überalterung und des Personalmangels vor enormen Herausforderungen, wenn es darum geht, gemeinsam jedem die Pflege zukommen zu lassen, die er benötigt.”

Gemeinsam ein Regionalbudget

Mit der Einführung eines neuen ‘objektiven Verteilungsmodells’ zum 1. Januar 2024 werden die staatlichen Zuschüsse für betreutes Wohnen im nächsten Jahr direkt an alle einzelnen Gemeinden ausgezahlt. Dies steht im Einklang mit der angestrebten Dezentralisierung. Derzeit fließen die staatlichen Mittel noch an alle ausgewiesenen Zentrumsgemeinden.

Die Gemeinden in der Region Oost-Veluwe haben sich für eine dauerhafte finanzielle Solidarität in dieser Frage ausgesprochen. Das bedeutet, dass sich die Region Oost-Veluwe für eine enge finanzielle Zusammenarbeit und gegenseitige Solidarität entschieden hat. Die sechs Gemeinden stellen gemeinsam – mit den Mitteln, die sie vom Staat erhalten – ein Regionalbudget auf, um gemeinsam soziale Betreuung und betreutes Wohnen zu finanzieren. Mehreinnahmen und Mindereinnahmen im Regionalbudget werden gerecht verteilt. Apeldoorn fungiert im Namen der sechs Gemeinden als Haushaltsverwalter.

Zusammenarbeit ist entscheidend

Stadtrat Prins: “Wir sind uns in dieser Region einig, dass die Zusammenarbeit in diesem Bereich von entscheidender Bedeutung ist. Damit wir gemeinsam Lösungen finden und die Versorgung aller unserer Einwohner jetzt und in Zukunft so gut wie möglich organisieren können. Ich bin daher stolz darauf, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen in der Region Oost-Veluwe gemeinsam angehen.”.