Diese Maßnahmen können Sie gegen die Hitze ergreifen

Wir haben immer häufiger damit zu tun: Hitze. Durch die Erderwärmung treten extreme Naturphänomene wie heftige Regenfälle oder Hitze immer häufiger auf. Anhaltende Hitze kann sehr unangenehm sein, aber glücklicherweise gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Zuhause und sich selbst kühl zu halten.

Pflanze einen Baum

Die wirksamste Maßnahme gegen Hitze ist das Pflanzen von mehr Bäumen. Ein Baum sorgt durch seinen Schatten und durch Verdunstung für Abkühlung. Ein einziger Baum kühlt sogar genauso gut wie zehn Klimaanlagen! Sowohl die Umgebungstemperatur als auch die gefühlte Temperatur sind unter einem Baum niedriger als in der prallen Sonne. Der Unterschied beträgt sogar zwischen 10 und 15 Grad. Wenn Sie rund um Ihr Haus Bäume haben, sorgt der Schatten dafür, dass sich Wände, Dächer und Fliesen weniger stark aufheizen. Amerikanische Untersuchungen zeigen, dass sich Wände, die im Schatten eines Baumes stehen, sogar um 20 Grad weniger erwärmen. Wenn Sie in Ihrem Garten nicht viel Platz für einen großen Baum haben, können Sie sich auch für einen über die Terrasse geführten Dachbaum (wie eine Dachplatanen oder einen Dachambrabaum) entscheiden.

Entkalken und begrünen

Steine speichern Wärme und geben diese am Abend langsam wieder ab. Vor allem in städtischen Gebieten tritt dieser sogenannte Wärmeinseleffekt auf, was dazu führt, dass es dort abends etwa 7 Grad wärmer ist als auf dem Land. Dies ist einem guten Schlaf nicht förderlich. Auch im Garten können Sie den Unterschied zwischen vielen und wenigen Fliesen spüren. Die Temperatur von Terrassenfliesen kann an heißen Tagen leicht auf 50 Grad ansteigen. Je dunkler die Fliese, desto wärmer. Helle Fliesen und Kies erwärmen sich weniger, aber noch besser ist es, die Versiegelung zu begrenzen und so viel Grün wie möglich anzupflanzen. Verdunstung und Schatten durch Pflanzen sorgen nämlich dafür, dass die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung um 2 bis 5 Grad sinkt. Achten Sie also vor allem darauf, dass rund um Ihre Fassade und um die Terrasse herum so viel Grün wie möglich vorhanden ist.

Sie müssen sich dabei nicht auf Beete oder Topfpflanzen beschränken. Durch die Wahl einer begrünten Abgrenzung, einer Pergola oder einer Fassadenbegrünung vergrößern Sie die Grünfläche, ohne dass dies auf Kosten Ihrer Gartenfläche geht. Eine mit Kletterpflanzen bewachsene Wand fühlt sich 10–15 Grad kühler an. Die isolierende Wirkung grüner Fassaden wirkt sich positiv sowohl auf die Innen- als auch auf die Außentemperatur aus. Gute Kletterpflanzen mit kühlender Wirkung sind beispielsweise der toskanische Jasmin und die Clematis. Eine Pergola können Sie beispielsweise mit einer Weinrebe bewachsen lassen. So sitzen Sie im Sommer angenehm im Schatten, genießen aber im Winter und im Frühjahr die Sonne, da sich die Blätter erst später im Frühjahr bilden.

Legen Sie ein Gründach an

An Sommertagen kann die Innentemperatur unter einem Gründach 3 bis 5 Grad kühler sein. Die Oberflächentemperatur von Gründächern beträgt an einem sonnigen Sommertag etwa 27 Grad, im Gegensatz zu einem Bitumendach mit 70 Grad! Die Umgebungstemperatur über einem Gründach ist tagsüber nicht wesentlich niedriger, wohl aber abends, wenn der Wärmeinseleffekt eintritt. Voraussetzung dafür ist, dass das Gründach gut bewässert ist. Verwenden Sie hierfür am besten Regenwasser, das Sie beispielsweise in einer Regentonne gesammelt haben.

Erfahren Sie mehr über die Anlage eines Gründachs

Entscheide dich für Weiß

Weiße Dächer und Fassaden erwärmen sich weniger, da sie mehr Sonnenlicht reflektieren. Die Reflektionsfähigkeit weißer Betondachziegel ist beispielsweise 15-mal größer als die von schwarzer Bitumen-Dachdeckung (die bis zu 70 Grad erreichen kann). Die Räume unter einem weißen Dach sind an heißen Tagen etwa 4 bis 10 Grad kühler als Räume unter einem schwarzen Dach. In Amerika wurde eine Farbe entwickelt, die noch weißer ist als Schnee. Diese weiße Farbe reflektiert 98% des Sonnenlichts. Durch das Auftragen solcher Farbe auf Dächer und Fassaden bleibt die Innentemperatur niedriger als die Umgebungstemperatur. In unserem Klima möchten wir diesen Effekt jedoch nur einige Monate im Jahr nutzen. Es ist daher noch nicht ganz klar, ob die Vorteile eines weißen Daches oder einer weißen Fassade die Vorteile dunklerer Oberflächen überwiegen.