Laarzen stampen in een plas
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Maßnahmen gegen Hochwasser

Angesichts des Klimawandels sehen wir uns immer häufiger mit extremen Wetterereignissen konfrontiert. Auf Dürre folgen heftige Regengüsse, die zu Überschwemmungen führen. Wussten Sie, dass in der Veluwe und auf den Watteninseln die meisten Niederschläge in den gesamten Niederlanden fallen? Manchmal fällt in kurzer Zeit so viel Wasser, dass die Kanalisation damit überfordert ist. Dies führt regelmäßig zu Beeinträchtigungen und Schäden an Straßen, Häusern und Gärten. Regenwasser ist auch sauberes Wasser, das wir kostenlos von der Natur erhalten. In Apeldoorn wollen wir Überschwemmungen verhindern und das Regenwasser so weit wie möglich der Natur zurückgeben.

Was macht die Gemeinde?

Wir leiten Regenwasser ab

Um sicherzustellen, dass immer weniger sauberes Regenwasser unnötigerweise in die Kanalisation gelangt, trennt die Gemeinde Apeldoorn die Entwässerung wo immer möglich vom Kanalisationsnetz ab. Jedes Jahr werden mindestens 6 Hektar öffentlicher Flächen vom Kanalisationsnetz abgekoppelt. Dabei handelt es sich um Straßen, Plätze, Parkplätze sowie Dächer von Schulen und öffentlichen Gebäuden. Vor allem bei größeren Instandhaltungsarbeiten an Straßen und Kanalisationsnetzen wird die Abkopplung mit einbezogen. In neuen Stadtvierteln wie Zuidbroek fließt Regenwasser bereits gar nicht mehr in die Kanalisation.

Ist Ihre Straße bereits vom Abwassersystem abgekoppelt?

Sie können in Ihrer Straße erkennen, ob das Regenwasser bereits vom Abwassersystem getrennt wurde. Dies erkennen Sie an einem Kanaldeckel oder einem Gully mit einem Fächermotiv. Ab Juli 2026 wird bei neuen Kanalisationsprojekten, bei denen das Regenwasser abgezweigt wird, der ‘blaue Tropfen’ eingeführt. Sie erkennen dann leicht an dem blauen Tropfen auf einem Schachtdeckel oder einer Gullyabdeckung, wo das Regenwasser abgezweigt wurde.

Die Gemeinde Apeldoorn trennt immer mehr Straßen und Gebäude vom Kanalisationsnetz. Das saubere Regenwasser fließt somit nicht mehr in die Kanalisation. Dieses Regenwasser lässt sich sehr gut an anderen Stellen nutzen, und deshalb legt die Gemeinde sogenannte Wadis (Wasserableitung, Entwässerung, Versickerung) an.

deksels met blauwe druppel
Neue Kanaldeckel und Gullys mit Fächermotiv und dem ‘blauen Tropfen’. Dieses Symbol zeigt an, dass das Regenwasser abgeleitet wird.

Was ist bei abgezweigtem Regenwasser erlaubt und was nicht?

Da sauberes Regenwasser direkt in die Natur fließt, gibt es einige Regeln, an die wir uns halten müssen, damit das System funktioniert. Wir wollen natürlich keine schädlichen (Reinigungs-)Mittel in der Natur haben.

Wenn das Regenwasser abgezweigt ist, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Leiten Sie kein Abwasser auf die Straße oder in Schächte.
    Achten Sie darauf, dass kein Abwasser aus der Küche, dem Badezimmer oder der Waschmaschine auf die Straße oder in Schächte gelangt.
  • Waschen Sie Ihr Auto bitte nur in einer Waschstraße oder einer Waschbox.
    So gelangen keine schädlichen Reinigungsmittel in das saubere Regenwasser.
  • Reinigen Sie Ihren Bioabfallbehälter ausschließlich mit Wasser.
    Möchten Sie dennoch ein Reinigungsmittel verwenden? Dann entscheiden Sie sich für ein biologisch abbaubares Reinigungsmittel.

Mit Ihrer Hilfe sorgen wir dafür, dass sauberes Regenwasser wieder in die Natur zurückfließt.

Wir legen Wadis an

Ein Wadi ist ein tiefergelegter Bereich im Rasen, der als Versickerungsanlage dient. Nach einem Regenschauer fließt das Wasser von Dächern und Straßen in diese Wadis und kann dort langsam in den Boden versickern. Mit dem Wadi verhindern wir also, dass sauberes Regenwasser in die Kanalisation gelangt, und füllen zudem noch das Grundwasser auf! Manchmal ist die Anlage eines Wadis nicht möglich, beispielsweise weil der Platz dafür fehlt. Die Gemeinde sucht dann immer nach anderen Lösungen, wie zum Beispiel dem Anlegen eines Grabens, eines Grünstreifens oder der Ableitung des Wassers in einen Graben oder Teich.

Een wadi in 't Podium

Wir ersetzen Asphalt durch Pflastersteine

In Straßen, in denen Instandhaltungsarbeiten stattfinden, entscheidet sich die Gemeinde Apeldoorn immer häufiger für Pflastersteine anstelle von Asphalt. Warum? Das Regenwasser sickert viel leichter zwischen den Pflastersteinen in den Boden ein. So gelangt weniger Wasser in die Kanalisation, eine Austrocknung des Bodens wird verhindert und zudem sind keine Abflussöffnungen im Bordstein mehr erforderlich. Darüber hinaus sind Pflastersteine auch nachhaltiger, da sie eine wesentlich längere Lebensdauer haben und sich leichter reparieren lassen.

Wir führen Bäche und Quellen an die Oberfläche

Die Gemeinde Apeldoorn ergreift verschiedene Maßnahmen, damit Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation abfließt. Das Wasser wird nun so weit wie möglich auf dem eigenen Grundstück über Wadis oder Bäche versickern gelassen. Die Bäche und Quellen werden daher renaturiert, damit überschüssiges Regenwasser und der Grundwasserüberschuss abfließen können. Das haben wir beispielsweise bereits bei Teilen der Grift, des Orderbeek, des Eendrachtspreng, des Koningsbeek und des Driehuizerspreng getan. Die Renaturierung von Bächen trägt auch zur Naturentwicklung und zur Erholung bei. Von den Rad- und Wanderwegen entlang der Bäche aus erhält man einen Eindruck davon, wie es früher in Apeldoorn war. Damals wurden die Bäche angelegt, um Mühlen, Waschhäuser und Papierfabriken mit Wasser zu versorgen. Später änderten sich die Betriebsabläufe, und viele Bäche verschwanden.

Auto in het hoge water op de Vlijtseweg
Auto im Hochwasser auf dem Vlijtseweg
Regen op de straat
Regen auf der Straße

Was bringen diese Maßnahmen?

Wenn Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation abfließt, dann:

  • Nach einem Regenschauer sind die Abwasserkanäle weniger voll, sodass die Gefahr von Überschwemmungen und Wasserschäden geringer ist.
  • Es gelangt weniger (sauberes) Wasser in die Kanalisation, wodurch die Kläranlage effizienter arbeitet.
  • wird das Grundwasser aufgefüllt und kommt es in der Natur seltener zu Dürreperioden.
  • Die Kanalisation muss nicht vergrößert werden, und es werden Baukosten eingespart.

Aber auch Ihre Hilfe ist gefragt, denn gemeinsam erzielen wir bessere Ergebnisse! So können Sie Ihre Regenwasser ableiten, ein Gründach anlegen oder Für mehr Grün in Ihrem Garten sorgen. Möchten Sie auch mithelfen?

Die Stadt Apeldoorn möchte ihre Einwohner dazu anregen, die Regenrinne ihres Hauses vom Abwassersystem abzukoppeln, und stellt zu diesem Zweck einen Zuschuss zur Verfügung.

Was tun wir, wenn doch Wasserprobleme auftreten?

Sollten trotz aller Maßnahmen dennoch Probleme auftreten, werden wir die jeweilige Situation untersuchen. Wir messen dann beispielsweise den Grundwasserspiegel, prüfen, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, und legen fest, wer diese durchführen soll. Kurz gesagt: Die Gemeinde und die Wasserverbände ergreifen zahlreiche Maßnahmen, um Überschwemmungen in Ihrer Umgebung zu verhindern. Aber nur mit Ihrer Hilfe können wir wirklich etwas bewirken.

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