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Hinweisschreiben zum Sprachgebrauch in Schreiben der Gemeinde

Verwaltungssekretariat Postfach 9033

7300 ES Apeldoorn

An: Michiel Haighton, Leiter der Abteilung Kommunikation, T: 06-28314935

E: adviesraadsociaaldomein@apeldoorn.nl

Datum: 9. Mai 2022

CC: Christine Mallon, Anne Klerks

Unsere Kennnummer: ASDA 2022-03

Betreff: Hinweisschreiben zum Sprachgebrauch in Schreiben der Gemeinde

Sehr geehrter Herr Haighton,

Warum verfasst der Beirat für den Sozialbereich diesen Brief?

In den Schreiben der Gemeinde Apeldoorn ist eine klare Sprache erforderlich. Sie haben bereits damit begonnen, aber es gibt noch Verbesserungspotenzial.

Wie vermitteln Sie die Botschaft? Versetzen Sie sich in die Lage des Lesers.

In diesem Brief möchten wir ein Beispiel anführen.

Deshalb haben wir kurze Sätze auf dem Sprachniveau A2 verwendet.

Und sich für Worte entschieden die einfachdeutlich und verständlich

sein.

Wir führen Gespräche mit Einwohnern und Organisationen. Die Einwohner erzählen uns, dass Briefe ihnen schwerfallen.

Einige Mitglieder des Beirats für den Sozialbereich sind selbst Sozialarbeiter. Auch sie erleben dies in ihrer Arbeit als Sozialarbeiter.

Um wen geht es?

Es handelt sich um 2,5 Millionen Niederländer mit geringer Lese- und Schreibkompetenz.

Davon 1 Million Menschen mit einer leichten geistigen Behinderung (LVB). In Apeldoorn beträgt der Anteil der Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz 11% der Bevölkerung.

Der landesweite Durchschnitt bei der Analphabetismusrate liegt bei 12%.

Auch für Menschen mit Legasthenie sind Briefe schwer zu verstehen. Auch Einwanderer haben oft Schwierigkeiten damit.

Wo liegt das Problem?

20% der Niederländer haben Schwierigkeiten beim Lesen. Das ist eine große Zahl von Menschen, die nicht teilnehmen können.

Diese Gruppe versteht nur Briefe auf dem Sprachniveau A2.

Leider erhalten sie Briefe und Formulare, die auf dem Sprachniveau B1 verfasst sind.

Diese Gruppe von Einwohnern reagiert oft zu spät auf Briefe, die sie nicht verstehen.

Manchmal bezahlen sie ihre Rechnungen deshalb zu spät. Oder sie wissen nicht genau, worauf sie Anspruch haben.

Um ihre Briefe dennoch zu verstehen, bitten sie manchmal um Hilfe. Oft tun sie das jedoch nicht, weil sie sich schämen.

Was sind die Folgen?

Einen Brief nicht zu verstehen, kann schwerwiegende Folgen haben. Viele Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz legen ihre Briefe in eine Schublade. Sie erscheinen nicht zu Terminen.

Man macht schnell Schulden.

Die Hälfte der Menschen, die Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, weist geringe Lese- und Schreibkenntnisse auf.

100.000 Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz leben in Armut.

Sie leben doppelt so häufig in Armut wie andere Niederländer. 25% der Menschen, die Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, sind LVB.

Schreiben der Gemeinde Apeldoorn

Weisen Sie auf eine umständliche Ausdrucksweise hin und fügen Sie anschließend den Link zur Website hinzu. Viele Einwohner, nicht nur Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz, verfügen nicht über diese digitalen Kompetenzen.

„Taal van de Stad“ ist noch nicht die Lösung

Wir wissen, dass Sie Ihre Briefe verständlicher gestalten möchten. Sie möchten Briefe auf dem Sprachniveau B1 verfassen.

Leider verstehen viele Menschen Ihren Beitrag dann immer noch nicht.

Die Lösung?

Schreibe in einer freundlichen, informellen Sprache, in Umgangssprache. Hör genau zu: Wie drücken sich Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz aus? Welche Wörter verwenden sie?

Schreibe Briefe auf dem Sprachniveau A2.

Lesen Sie dazu den Leitfaden von ABC, dem Interessenverband für Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz.

Stiftung „Lesen und Schreiben“, wichtige Quelle.

Empfehlung

Ist einfaches und verständliches Schreiben „Jip-und-Janneke-Sprache“?

Nein, ganz sicher nicht.

Das ist beleidigend für Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz.

Nehmen Sie Kontakt zu Einwohnern auf, die nicht auf einen Brief reagieren. Organisieren Sie Sprachrunden, rufen Sie die Einwohner an.

Richten Sie eine Anlaufstelle für Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz ein. Beispiele, die uns dazu einfallen:

  • die Wmo-Anlaufstelle;
  • die Treffpunkte;
  • das Team „Arbeit und Einkommen“

Weiterreden?

Haben Sie noch Fragen zu unserem Schreiben? Dann würden wir uns über eine Rückmeldung freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hans Wesselink

Vorsitzender des Beirats für den Sozialbereich in Apeldoorn

Kontakt

Haben Sie eine Frage an den Beirat oder über den Beirat? Der Beirat für den Sozialbereich Apeldoorn wird von einem Verwaltungssekretär unterstützt. Das Verwaltungssekretariat der Beiräte ist montags, dienstags und donnerstags erreichbar.
adviesraadsociaaldomein@apeldoorn.nl