Essbarer Garten

Sie brauchen keinen großen Garten, um essbare Pflanzen anzubauen. Selbst auf einem Balkon können Sie Kräuter und kleines (Kletter-)Gemüse anbauen. Wenn Sie es größer angehen möchten, können Sie natürlich einen Kleingarten pachten. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie einen Garten von einem Quadratmeter, einen essbaren Stadtgarten und einen größeren Gemüsegarten anlegen können.

Quadratmeter Garten

Möchten Sie auf einfache Weise Gemüse und Kräuter anbauen, haben aber wenig Zeit oder Platz? Dann ist der „Ein-Quadratmeter-Gemüsegarten“ eine gute Option. Diese Variante macht auch Kindern viel Spaß. Sie können den Rahmen fertig in den bekannten Baumärkten kaufen oder ihn selbst bauen.

Gemüsegärten mit einer Fläche von einem Quadratmeter liefern einen hohen Ertrag, sind pflegeleicht und eignen sich sogar für Balkone. Bevor Sie mit dem Säen oder Pflanzen beginnen, ist es wichtig, dass Sie gute (biologische) Erde in die Beete geben.

Am günstigsten ist es, Ihre Pflanzen auszusäen. Möchten Sie schneller ernten? Dann können Sie natürlich auch Setzlinge in Ihren Quadratmeter-Garten pflanzen. Mit dem Aussäen kann oft schon ab April begonnen werden. Informieren Sie sich auf der Verpackung über die optimale Aussaatzeit, den richtigen Abstand und die richtige Tiefe. Beginnen Sie als Anfänger im Gemüsegarten mit einfachen Gemüsesorten wie Radieschen, Kresse, Bohnen, Rote Bete, Mangold, Blattsalat, Schalotten und Knoblauch. Durch das Aufstellen eines vertikalen Klettergerüsts nutzen Sie den Platz optimal aus. Tomatenpflanzen, Bohnen und Kapuzinerkresse sind Beispiele für Gemüsesorten, die am Spalier emporwachsen können. Achten Sie darauf, dass die größten Pflanzen am nördlichsten stehen, damit die anderen Pflanzen nicht im Schatten stehen.

Essbarer Stadtgarten

In einem Stadtgarten können Sie problemlos essbare Pflanzenarten anbauen, ohne dass der Garten dabei seinen Zierwert verliert. Es gibt nämlich viele (mehrjährige) Pflanzenarten, die in den Niederlanden gut wachsen, schön und zudem essbar sind. Außerdem ist es sowohl schön als auch sinnvoll, Blumen in Ihren essbaren Stadtgarten zu pflanzen. Blumen ziehen nämlich nützliche Insekten an, die Ihre essbaren Pflanzen bestäuben.

Um auf einer kleinen Fläche einen hohen Ertrag zu erzielen, können Sie die Prinzipien der Permakultur anwenden. Die Permakultur ahmt die Natur nach, indem sie Arten miteinander kombiniert, die sich gegenseitig unterstützen. Dabei werden vor allem mehrjährige essbare Pflanzen gewählt, damit Sie nicht jedes Jahr von vorne anfangen müssen. Zudem wird in der Permakultur in verschiedenen (Höhen-)Ebenen gearbeitet. Auf diese Weise können Sie auf einer kleinen Fläche viele essbare Pflanzenarten anbauen. So können Sie beispielsweise einen Obstbaum pflanzen und darunter in der Kräuterschicht verschiedene Kräuter, Salat und essbare Blumen anbauen.

In einem kleinen Garten können Sie nicht nur Pflanzen in mehreren Ebenen anlegen, sondern auch essbare Arten vertikal anbauen. An einem Klettergerüst lassen sich beispielsweise Tomaten, Bohnen sowie kletternde Kürbis- und Zucchinisorten wachsen. So erzielen Sie auf einer kleinen Fläche dennoch einen hohen Ertrag. Sie können essbare Pflanzen auch als Hecke verwenden. Denken Sie dabei an die Olivenweide, die Gelbe Hartriegel, die Japanische Heckenrose oder den Einstieligen Weißdorn. Außerdem können Sie essbare Pflanzen wie Erdbeeren in (Hänge-)Töpfen anbauen. In größeren Töpfen und Kübeln können Sie verschiedene Gemüsesorten und Kräuter anbauen. Auch Gemüsesorten, die normalerweise in wärmeren Klimazonen wachsen (wie Paprika, Chilischoten und Auberginen), gedeihen in den Niederlanden oft besser in Terrakottatöpfen als im Freiland.

Gemüsegarten

Haben Sie mehr Platz? Dann können Sie einen größeren Plan erstellen. Es ist wichtig, für einen gesunden Boden zu sorgen. Die meisten Gemüsesorten gedeihen am besten in einem feuchten, gut durchlässigen Boden. Mulchen (das Aufbringen einer Schicht organischen Materials auf den Boden) und der Verzicht auf das Umgraben sorgen für ein gesundes und reichhaltiges Bodenleben. Durch das Mulchen müssen Sie keinen Dünger hinzufügen. Die Anwendung der Permakultur-Prinzipien sorgt dafür, dass Ihr Ertrag jedes Jahr steigt, während Sie weniger Arbeit mit der Pflege haben.

Wenn Sie möglichst viele mehrjährige, essbare Arten wählen, müssen Sie nicht jedes Jahr neu aussäen. Durch die Auswahl von Pflanzen, die sich gegenseitig unterstützen, sorgen Sie dafür, dass Krankheiten und Schädlinge kaum eine Chance haben. Sie können die Gartensaison verlängern, indem Sie ein Gewächshaus aufstellen, vorziehen und Ihre Ernte einmachen.
Einfach zu kultivierende Gemüsesorten: Zucchini, Stangenbohnen, Möhren, Rote Bete, Rucola, Salat, Mangold, Frühlingszwiebeln, Basilikum, Petersilie, Radieschen, Schnittlauch. Minze sollten Sie besser in Töpfen anbauen (wenn Sie nicht Ihren ganzen Garten damit vollstellen wollen).

Permakultur (Stauden): Topinambur, Sauerampfer, Heilkraut, Meerkohl, Palmkohl, Artischocke, Mangold, Kiwibeere, Salbei, Rosmarin, Fenchel, Apfelbaum, Jostabeere, Bärlauch und mehr.

Wenn Sie eine Kleingartenparzelle pachten oder in Ihrem Stadtteil einen Gemeinschaftsgarten anlegen möchten, hat dies auch eine wichtige soziale Funktion. Menschen kommen zusammen, und Kinder lernen, woher ihre Lebensmittel stammen. Für die Anlage eines Gemeinschaftsgartens können Sie einen Antrag stellen bei der Umweltinitiative.