Nachahmung eines natürlichen Prozesses
Um unsere Grünanlagen abwechslungsreich und zukunftsfähig zu gestalten, führen wir regelmäßig Maßnahmen durch. Dabei versuchen wir, natürliche Prozesse nachzuahmen, wie beispielsweise den Verfallsprozess eines absterbenden Baumes. Wenn ein Baum abstirbt und beispielsweise Äste abbrechen, steht anderen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen mehr Sonnenlicht zum Wachsen zur Verfügung. Ein absterbender Stamm ist ein idealer Lebensraum für Spechte, Eichhörnchen, Fledermäuse und allerlei Käfer. Nach vielen Jahren ist der Stamm verfault, fällt Stück für Stück auseinander und landet auf dem Boden. Die Teile werden weiter zersetzt, und die Nährstoffe werden wieder vom Boden aufgenommen, der wiederum als Nahrung für junge Bäume dient.
Mehr Totholz
An manchen Stellen stellen wir fest, dass es zu wenig Vielfalt bei den Baumarten oder im Alter der Bäume gibt. Dann sind die Bäume anfälliger für Krankheiten, und der Park verliert an Wert für Pflanzen und Tiere. Indem wir einige Bäume absterben lassen, sorgen wir für mehr Totholz und sorgen gleichzeitig für mehr Vielfalt. Das Absterben von Bäumen erreichen wir, indem wir Bäume ‘ringeln’, die Äste entfernen oder die Bäume fällen. In manchen Fällen beginnt der Baum vom Stamm oder von den Wurzeln aus wieder zu wachsen. Was wir tun, hängt von der jeweiligen Situation ab. Sicherheit ist dabei immer der wichtigste Ausgangspunkt.