Zwischenstand

Im April 2024 haben wir mehr als 300 Interessierte über die Pläne für „Stadsrand Zuid“ informiert. Wir haben die Anwohner informiert und wertvolles Feedback erhalten. Es gab aber auch noch viele Fragen und Bedenken. Deshalb haben wir im Juni beschlossen, uns Zeit zu nehmen, um mit den Anwohnern und Unternehmern in der Gegend ins Gespräch zu kommen, bevor wir den nächsten Schritt gehen. Das bedeutet nicht, dass die Pläne gestoppt werden, sondern dass wir sorgfältig vorgehen werden.

Was ist inzwischen passiert?

Wir haben inzwischen mit verschiedenen Anwohnern aus der Region persönlich gesprochen und auch mit einigen Landwirten über ihre Zukunftspläne gesprochen. Es stehen noch einige Gespräche am Küchentisch an. Danach werden wir alle Erkenntnisse auswerten und gemeinsam die nächsten Schritte festlegen. Nachfolgend ein Eindruck von den bisherigen Gesprächen.

Allgemeines

Generell stellen wir in den Gesprächen fest, dass die Bewohner, mit denen wir gesprochen haben, eine starke Bindung an das Gebiet haben und sehr gerne dort leben. Die Reaktionen auf die geplanten Veränderungen sind gemischt, doch es herrscht oft Verständnis dafür, dass sich das Gebiet verändern wird. In den Diskussionen geht es vor allem darum, wie groß die Veränderungen sein werden und was dies für den Charakter der Gegend bedeutet.

Landwirte

Bei den Landwirten (+/- 20 Betriebe), die sich gemeldet haben, handelt es sich vor allem um Landwirte östlich der A50 und südlich der A1 (Hooilanden-Klarenbeek). Es handelt sich vor allem um Betriebe mit (jungen) Unternehmern, die sich weiterentwickeln oder vor einer Nachfolge stehen und/oder über Grundbesitz verfügen, der für den Fortbestand des Betriebs von entscheidender Bedeutung ist. Oft handelt es sich um landwirtschaftliche Betriebe, die bereits seit Generationen in der Region ansässig sind und hier auch ihr Familieneinkommen erzielen. Sie verstehen sich als Hüter der Agrarlandschaft. Zudem machen sich viele Landwirte Sorgen um den Wandel der “ländlichen Kultur” durch großflächigen Wohnungsbau. Die landwirtschaftlichen Betriebe stehen vor einer großen Extensivierungsaufgabe; die Nutzung von Flächen für Wohnungsbau, Industrie, Energiewende und zusätzliche Naturschutzgebiete steht im Widerspruch zu diesen Aufgaben. Großflächige Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen wirken sich auf die Artenvielfalt aus und gelten als Tabu, sofern sich ein Landwirt selbst dafür entscheidet. Die Pläne sorgen bei den Landwirten in der Region für große Unsicherheit und emotionale Reaktionen.

Wohnungsbau

Für den Wohnungsbau gibt es oft Verständnis, da viele Einwohner einsehen, dass mehr Wohnungen benötigt werden. Wenn es jedoch um Pläne für 2.000 bis 3.000 neue Wohnungen geht, empfinden einige Einwohner dies als zu viel. Sie machen sich Sorgen über die Auswirkungen auf die Region, wie zum Beispiel die Belastung bestehender Einrichtungen, das Verkehrsaufkommen und den Erhalt des derzeitigen Charakters des Dorfes oder der Umgebung.

Solarparks

Bereits bei den Informationsabenden wurde deutlich, dass es großen Widerstand gegen den Bau von Solarparks gibt, insbesondere gegen den Plan, hierfür 150 Hektar zu reservieren. Auch in den Gesprächen mit den Anwohnern kam diese Sorge häufig zur Sprache. Sie befürchten eine Beeinträchtigung der Landschaft, Auswirkungen auf den offenen Charakter des Gebiets sowie mögliche Folgen für Natur und Landwirtschaft.

Bestehende Wohnungen einbeziehen oder aufkaufen? Eine häufig gestellte Frage ist, ob wir bestehende Wohnungen in die Pläne einbeziehen oder aufkaufen werden. Derzeit können wir darauf nicht für jede Wohnung eine eindeutige Antwort geben. Grundsätzlich streben wir an, Wohnungen so weit wie möglich zu erhalten und in den neuen Plan zu integrieren. An bestimmten Standorten, beispielsweise dort, wo neue Infrastruktur geschaffen wird, ist dies jedoch leider nicht immer möglich.

Die Frage, ob die Gemeinde das Gesetz über das Vorkaufsrecht der Gemeinden (WVG) anwenden wird, taucht regelmäßig auf. Das bedeutet, dass die Gemeinde das Recht erhält, Grundstücke von privaten Eigentümern als Erste zu erwerben, wenn diese zum Verkauf angeboten werden. Wir werden das WVG nicht im gesamten Gebiet anwenden, sondern gezielt für bestimmte Bereiche, wie beispielsweise den Ausbau der Infrastruktur. Damit wollen wir an strategisch wichtigen Standorten mehr Kontrolle über die Grundstücke erlangen, um die Pläne erfolgreich umsetzen zu können.

Investitionen in Wohn- und Gewerbeimmobilien

Mehrere Einwohner haben die Frage gestellt, ob es angesichts der Ungewissheit über ihre künftigen Wohn- und Arbeitsbedingungen noch sinnvoll ist, in Wohn- oder Gewerbeimmobilien zu investieren. Diese Besorgnis ist verständlich und erfordert mehr Klarheit. Leider ist es derzeit schwierig, eine klare und eindeutige Antwort auf diese Frage zu geben. Wir verstehen, dass diese Situation Fragen aufwirft, und wir bemühen uns, im Laufe der weiteren Entwicklungen mehr Informationen bereitzustellen.

Was wir derzeit sagen können, ist, dass in den kommenden sechs bis sieben Jahren – abgesehen von der Gastgeberstadt – in diesem Gebiet noch keine groß angelegten Bauvorhaben geplant sind. Wo immer möglich, werden wir Wohnraum integrieren. Kleinere Investitionen mit einer Lebensdauer von etwa zehn Jahren erscheinen daher gerechtfertigt.

Planung

Eine der wichtigsten Fragen, die häufig gestellt wird, ist, wie der Zeitplan für dieses Bauvorhaben aussieht. Wann beginnen die Bauarbeiten und wann werden die ersten Wohnungen fertiggestellt? Die ersten Wohnungen entstehen im Rahmen des Projekts „Host-City“, deren Fertigstellung für Anfang 2029 geplant ist. Anschließend werden die anderen Gebiete erschlossen. Wir gehen davon aus, den Konzeptentwurf für „Host-City“ Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres vorstellen zu können. Das Entwicklungskonzept, das die zukünftigen Pläne für das gesamte Gebiet festlegt, hoffen wir im Laufe des Jahres 2025 fertigzustellen.

Beteiligung: Wie bleiben wir auf dem Laufenden?

Die Einzelgespräche mit den Einwohnern sind inzwischen fast abgeschlossen, und wir ziehen nun Bilanz. Anschließend besprechen wir diese Rückmeldungen mit dem Gemeinderat, um zu prüfen, wie wir sie in die weiteren Planungen einbeziehen können. Die Ergebnisse dieser Gespräche veröffentlichen wir transparent auf der Projektseite. apeldoorn.nl/zuidrand. Außerdem senden wir eine Nachricht an alle Einwohner auf unserer Mailingliste, um sie darüber zu informieren, dass die Informationen online verfügbar sind. Auf diese Weise halten wir alle über den Fortschritt und die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anschließend werden wir Planungssitzungen organisieren, zu denen wir Anwohner, Unternehmer und betroffene Organisationen einladen. Die Ergebnisse dieser Sitzungen werden wir in einen Vorschlag für die Gestaltung des Gebiets einfließen lassen. Sobald wir damit fertig sind, laden wir die Anwohner erneut ein, sich über die Pläne zu informieren und ihre Meinung dazu zu äußern.