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Der Nachbarschaftsbotschafter

Im Oktober 2024 hat die Gemeinde Apeldoorn zum dritten Mal den Fragebogen „Buurtbelever“ verschickt. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte Umfrage dazu, wie die Einwohner ihr Stadtviertel oder Dorf erleben. Rund 35.000 Einwohner erhielten eine Einladung, den Fragebogen digital oder in Papierform auszufüllen. Außerdem haben wir die Einwohner über soziale Medien zur Teilnahme aufgerufen. Dies führte zu zahlreichen Reaktionen: Nicht weniger als 8.656 Einwohner haben den Fragebogen ausgefüllt. Das sind 20% mehr als im Jahr 2022.

Sehen Sie sich die Ergebnisse des „Buurtbelever“ an

In der Umfrage wurden verschiedene Themen behandelt:

  • Wohnen und Lebensumfeld: zum Beispiel Verkehrssicherheit, Spielplätze und Grünflächen in der Nachbarschaft.
  • Einrichtungen und Kultur: zum Beispiel Sportstätten und Aktivitäten in der Nachbarschaft.
  • Gesundheit und Bewegung: zum Beispiel Sport und die Verfügbarkeit von Gesundheitsversorgung.
  • Soziale Kontakte: zum Beispiel Zusammengehörigkeitsgefühl in der Nachbarschaft und Einsamkeit.
  • Sicherheit und Belästigungen: zum Beispiel Lärmbelästigung und (das Gefühl von) Sicherheit.

  • Unsere Einwohner bewerten das Wohnen in ihrem Stadtteil oder Dorf positiv: Für ‘angenehmes Wohnen im Stadtteil’ vergeben die Einwohner im Durchschnitt die Note 7,6.
  •  Die Einwohner von Apeldoorn sind mit der Qualität und dem Angebot der Einrichtungen in ihrem Stadtteil zufrieden bis sehr zufrieden. So vergeben sie im Durchschnitt eine 7 für die Geschäfte, eine 7,3 für die Gesundheitseinrichtungen, eine 7,8 für die Grünanlagen und eine 8 für die Bewegungsmöglichkeiten im Freien. Das soziale Angebot erhält im Durchschnitt eine 6. Bei diesem letzten Punkt spielt vermutlich die Unkenntnis eine Rolle: Die Hälfte der Befragten gibt an, keinen Grund zu haben, einen Treffpunkt aufzusuchen.
  • Von den Einwohnern geben 77% an, einen guten oder sehr guten Kontakt zu ihren Nachbarn zu haben. 4% haben einen (sehr) schlechten Kontakt.
  • Das wichtigste Thema, das angegangen werden muss, ist laut 58% der Einwohner ‘Verkehr und Transport’. ’Sicherheit‘ liegt mit 47% an zweiter Stelle. Im Jahr 2022 wurde ’Verkehr und Transport“ noch als „Mobilität“ bezeichnet, und 28% der Einwohner hielten dies für das wichtigste Thema. Dass nicht jeder eine klare Vorstellung vom Begriff „Mobilität“ hatte, spielt dabei wahrscheinlich eine Rolle.
  • 33% der Einwohner haben in den letzten zwei Jahren informelle Pflege geleistet, und 38% engagieren sich ehrenamtlich.
  • Das Gefühl der Unsicherheit im eigenen Stadtteil/Dorf tagsüber und nachts zeigt einen rückläufigen Trend. 10% der Einwohner fühlen sich nachts oft unsicher (zuvor 5%). Tagsüber sind es 4% (zuvor 1%). 77% fühlen sich tagsüber selten bis nie unsicher und 59% fühlen sich nachts selten oder nie unsicher.
  • Mehr Menschen geben an, Belästigungen zu erleben als im Jahr 2022. Von den Einwohnern geben nun 22% (zuvor 18%) an, relativ viele Belästigungen zu erleben, und 12% (zuvor 7%) viele bis sehr viele Belästigungen. Die größte Gruppe ist nach wie vor diejenige, die angibt, wenig bis gar keine Belästigungen zu erleben. 65% der Einwohner geben dies derzeit an, im Jahr 2022 waren es 75%.
  • Was die Nachhaltigkeit des eigenen Wohnraums angeht, vergeben die Einwohner die Note 7,2.
  • Apeldoorn schneidet gut ab, was die Bewertung der Erreichbarkeit von Stadtvierteln oder Dörfern mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß angeht. Diese Note liegt im Durchschnitt bei etwa 8.
  • Die Bewertung der Erreichbarkeit des Stadtteils oder Dorfes mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist – genau wie im Jahr 2022 – deutlich niedriger und liegt in ganz Apeldoorn im Durchschnitt bei 6,4.
  • 13% der Einwohner planen, in den nächsten zwei Jahren umzuziehen.
  • Auf die Frage, wie die Bewohner die Entwicklung ihres Stadtteils beurteilen, gibt fast die Hälfte (49%) an, dass sie ihren Stadtteil genauso beurteilen wie vor zwei Jahren. 10% sind der Meinung, dass sich ihr Stadtteil verbessert hat, und 34% sind der Meinung, dass sich ihr Stadtteil verschlechtert hat. (Prozentangaben 2022: Situation unverändert 56%, Nachbarschaft hat sich verbessert 12% und Nachbarschaft hat sich verschlechtert 25%).
  • Im Jahr 2024 gaben mehr Einwohner an, unter Stress zu leiden (von 55% im Jahr 2022 auf 65% im Jahr 2024). Die Arbeit ist die Hauptursache für Stress. Eine aktuelle landesweite Untersuchung zeigt gleichzeitig, dass (stark) steigende Stresswerte ein landesweites Phänomen sind und der Anstieg in Apeldoorn im Vergleich zu anderen Städten relativ gering ausfällt (Quelle: „Gezonde Stad Index“ von Arcadis).  

Die Umfrage wurde anhand einer großen Stichprobe durchgeführt, wobei sowohl die Einwohner der Stadt als auch der Dörfer per Brief zur Teilnahme aufgefordert wurden. Über soziale Medien konnten auch andere Einwohner ihre Meinung äußern. Alle Antworten wurden ausgewertet und gewichtet, um ein aussagekräftiges Bild der gesamten Gemeinde zu erhalten.

Animation „Buurtbelever“