Noch ehrgeizigere Nachhaltigkeitsziele
Die Ecofactorij I war bereits in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitsziele wegweisend. Auf Initiative der ersten Unternehmer wurde ein Smart Grid eingerichtet. Das war innovativ und hat sich als vorteilhaft erwiesen.
Die regionalen Nachhaltigkeitsvorschriften bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Gebiete. Für die Entwicklung von Ecofactorij II setzen wir uns höhere Ziele. So wird eine Zertifizierungspflicht eingeführt, und es steht ein Nachhaltigkeitsberater zur Verfügung. Die Teilnahme am Parkmanagement wird verpflichtend. Das Dach muss vollständig für Begrünung oder Energiegewinnung genutzt werden. Autos werden in Gebäuden oder unter Solar-Carports geparkt.
Stickstoff und Ökologie
Um dieses Gewerbegebiet mit den Bestimmungen des Naturschutzgesetzes in Einklang zu bringen, sind verschiedene Maßnahmen außerhalb des Planungsgebiets erforderlich. Untersuchungen zeigen, dass die Stickstoffdeposition in Natura-2000-Gebieten zunimmt. Daher ist es erforderlich, den Stickstoffausstoß durch eine oder mehrere Aktivitäten außerhalb des Planungsgebiets auszugleichen (externer Ausgleich).
Die im Planungsgebiet vorkommenden geschützten Arten müssen in den Plan einbezogen werden. Andernfalls müssen Ausgleichsmaßnahmen ergriffen werden. Die erforderlichen Maßnahmen hängen von den im Planungsgebiet vorkommenden geschützten Arten und den Funktionen des Planungsgebiets für diese Arten ab.
Die Untersuchung zum Dachs und anderen geschützten Tierarten im Planungsgebiet ist abgeschlossen. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird ein Plan für Naturschutzausgleichsmaßnahmen erstellt, der der Entwicklung von Ecofactorij II vorausgeht. Soweit möglich, werden die ersten Ausgleichsmaßnahmen bereits jetzt umgesetzt.
Änderung des Umweltplans
Der Flächennutzungsplan legt fest, wofür ein Grundstück genutzt werden darf und was darauf gebaut werden darf. Derzeit ist das Gebiet vor allem für Grünland und Wohnzwecke vorgesehen; der Bau von Industriehallen ist nicht gestattet. Für eine Änderung des Flächennutzungsplans ist eine umfassende Untersuchung erforderlich, beispielsweise hinsichtlich der Auswirkungen auf den Verkehr, die Umwelt und die Tierwelt in dem Gebiet. Außerdem erhalten Anwohner, Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern. Die Gemeinde fasst alle schriftlichen Stellungnahmen zusammen und nimmt dazu Stellung. Letztendlich entscheidet der Gemeinderat, ob die Änderung genehmigt wird.
Beteiligung
Anwohner und andere Betroffene wurden in den vergangenen Jahren zu verschiedenen Zeitpunkten informiert und einbezogen. Es wurden Versammlungen organisiert und Gespräche mit Anwohnern, Grundstückseigentümern und Organisationen geführt. Im Rahmen dieser Gespräche haben die Menschen ihre Bedenken und Anliegen geäußert, beispielsweise hinsichtlich des hohen Verkehrsaufkommens und der Verkehrssicherheit. Diese Rückmeldungen fließen in die weitere Ausarbeitung der Pläne ein. In der kommenden Zeit liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Information. Wir halten Sie über den Fortschritt und die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Sobald der Umweltplan zur Einsichtnahme ausliegt, können Sie auch offiziell Stellung nehmen.
Sehen Sie sich hier den Beteiligungsplan an (PDF, 1 MB)
Sehen Sie sich hier den Beteiligungsbericht an